KOMPETENT IN SUCHTFRAGEN
Dry January - Unterstützung für die guten Vorsätze
Immer mehr Menschen verzichten im Rahmen des sogenannten „Dry January“ auf Alkohol im ersten Monat des Jahres. Der Verzicht auf Alkohol hat bereits kurzfristig eine Vielzahl positiver Auswirkungen auf den Körper, so verbessert sich die Schlafqualität und die Cholesterinwerte sinken.
Der Vorsatz auf den Verzicht ermöglicht auch die Überprüfung, welchen Stellenwert der Alkohol im Leben einnimmt. Wenn es schwerfällt oder nicht möglich ist, den eigenen Vorsatz der Abstinenz für einen Monat umzusetzen gibt es Unterstützungsmöglichkeiten.


Die niedersächsischen Suchtberatungsstellen können ein Anlaufpunkt sein. Die Beratung ist kostenlos und wird auf Wunsch anonym angeboten. „In der Beratung muss es nicht um eine vollständige Abstinenz gehen, die Ratsuchenden bestimmen die Ziele selbst. Auch bei einer Reduzierung des Konsums stehen die Berater*innen gerne hilfreich zur Seite“, erläutert der Leiter der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen (NLS), Michael Cuypers. Im Jahr 2024 haben die niedersächsische Suchtberatungsstellen über 45.000 Menschen dabei unterstützt, ihre Ziele zu erreichen. Nahezu die Hälfte suchte die Beratung aufgrund von Problemen mit Alkohol auf.
Wer sich einen Besuch in der Beratungsstelle nicht vorstellen kann, hat die Möglichkeit, über das Online Angebot „DigiSucht“ per Mail, Chat oder Videocall professionelle Unterstützung zu erhalten. Die Beratungsplattform ist unter https://www.suchtberatung.digital zu erreichen.
Neben der beruflichen Suchthilfe kann auch der Besuch einer Suchtselbsthilfegruppe ein erster Schritt und eine große Hilfe sein. Es gibt mehr als 400 Selbsthilfe- und Abstinenzgruppen, die sich über ihre Verbände unter dem Dach der LAG FW vernetzten. „Für viele Menschen mit Unterstützungsbedarf ist das Gespräch mit selbst Betroffenen eine gute Möglichkeit, um über Fragen und Sorgen in den Austausch zu kommen und Lösungen zu finden,“ meint Tobias Trillmich, Referent für Suchthilfe in der NLS. Egal welchen Weg gewählt werde, es gehe darum, die eigenen Ziele zu erreichen und die Kontrolle zu behalten bzw. zurückzugewinnen, so der Referent für Suchthilfe.
Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragenin der Trägerschaft der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen e. V.
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