KOMPETENT IN SUCHTFRAGEN
NLS-Positionspapier wurde veröffentlicht
Für den gesunden Umgang mit Social Media braucht es mehr als eine Altersbeschränkung
Eine Altersbeschränkung für Social Media-Angebote wird aktuell international diskutiert. Auch die deutsche Bundesregierung befasst sich mit diesem Thema. Vor diesem Hintergrund hat die Landesstelle für Suchtfragen (NLS) ein Positionspapier zum Umgang mit Social Media-Anwendungen vorgelegt.
Social Media-Anwendungen bieten nach Ansicht der NLS vielfältige Möglichkeiten, bergen aber auch Risiken. Die NLS fokussiert sich auf das Suchtpotenzial der Angebote. Bei der Diskussion über eine Zugangsbeschränkung müsse aber auch der Teilhabeaspekt von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt werden.
„Wir nehmen die Problematik ernst, denn immer mehr junge Menschen suchen die 76 niedersächsischen Fachstellen für Sucht und Suchtprävention aufgrund exzessiver Mediennutzung auf,“ sagt Günter Sandfort, Vorsitzender des Fachausschusses Berufliche Suchthilfe der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen (LAG FW e.V.).
Die NLS ist der Ansicht, dass eine Altersbeschränkung ein Baustein ist, um diesen Gefahren zu begegnen. Dem Phänomen sei damit jedoch nicht allein wirksam zu begegnen. Laut den Expert*innen brauche es einen Dreiklang aus Altersbegrenzung, Aufklärung und Plattformhaftung, um die Suchtprävention im Bereich der Social Media-Nutzung bestmöglich zu gewährleisten.

Weitere Informationen finden Sie in dem Positionspapier, welches hier zum Download zur Verfügung steht:
Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragenin der Trägerschaft der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen e. V.
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